BIA — Business Impact Analyse
Die BIA (Business Impact Analyse) ist das Verfahren, mit dem ein Unternehmen ermittelt, welche Geschäftsprozesse wie kritisch sind, wie schnell sie nach einer Störung wieder laufen müssen und welche Ressourcen sie dafür benötigen. Sie liefert die Zeitvorgaben, an denen sich jede Kontinuitätsstrategie und jede IT-Wiederanlaufplanung ausrichtet.
Aktualisiert am: 19.08.2026
Was die BIA liefert
- Eine Rangfolge der Prozesse nach Schadensverlauf über die Zeit
- Je Prozess die tolerierbare Ausfallzeit und die RTO
- Den tolerierbaren Datenverlust als RPO
- Die benötigten Ressourcen: Personen, Anwendungen, Standorte, Lieferanten
Der übliche Fehler
Die BIA in der IT zu führen. Die Zeitvorgaben kommen aus dem Fachbereich und werden von der Geschäftsleitung bestätigt — die IT leitet daraus ihre Architektur ab. Wird es umgekehrt gemacht, entstehen teure Lösungen für unkritische Prozesse und Lücken bei den wichtigen.
Wo das im Mandat vorkommt
Ich moderiere die BIA mit den Fachbereichen und übersetze das Ergebnis in Zeitvorgaben für die IT — siehe Business Continuity Management. Die BIA ist im NIS2 Manager als geführtes Register enthalten.
Häufige Frage
Wie lange dauert eine BIA?
Für ein mittelständisches Unternehmen mit zehn bis fünfzehn Kernprozessen sind zwei bis vier moderierte Termine plus Nachbereitung üblich. Der Aufwand liegt in der Abstimmung der Zeitvorgaben, nicht im Ausfüllen der Tabelle.