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Schwachstellenscans werden zur Pflicht – Was BSI und NIS2 von Unternehmen fordern

Schwachstellenscanning wandelt sich 2026 von einer empfohlenen Best Practice zur geschäftskritischen Compliance-Pflicht. Mit NIS2 und den neuen BSI-Vorgaben müssen Unternehmen regelmäßig ihre IT-Infrastruktur auf Sicherheitslücken prüfen – und ab September 2026 erkannte Schwachstellen aktiv melden.

Schwachstellenscan vs. Penetrationstest

Beide Methoden sind wichtig, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke. Das BSI empfiehlt ausdrücklich eine Kombination: Der Scan findet die Masse der Schwachstellen, der Pentest findet die Klasse.

KriteriumSchwachstellenscanPenetrationstest
MethodeAutomatisiert, toolgestütztManuell durch Experten
TiefeBekannte Schwachstellen (CVEs)Logikfehler, Ketten­angriffe
HäufigkeitMonatlich bis wöchentlichJährlich bis halbjährlich
KostenNiedrig (automatisiert)Höher (Experten­aufwand)
NIS2-RelevanzPflicht-MaßnahmeBest Practice / KRITIS-Pflicht

Was NIS2 konkret fordert

Technische Mindest­anforderungen

NIS2 schreibt als technische Maßnahme ausdrücklich vor: regelmäßige und systematische Schwachstellenscans, ein dokumentiertes Patch-Management, Vulnerability-Disclosure-Prozesse und ab September 2026 die aktive Meldung erkannter Schwachstellen an das BSI.

BSI-Empfehlung für KRITIS

Für Betreiber kritischer Infrastrukturen sind Penetrationstests bereits obligatorisch. Das BSI empfiehlt mindestens jährliche Pentests zur ganzheitlichen Prüfung der Sicherheits­architektur, kombiniert mit kontinuierlichen Schwachstellenscans.

Ab September 2026: Schwachstellen­meldepflicht

Unternehmen müssen erkannte Schwachstellen aktiv an das BSI melden. Wer keine regelmäßigen Scans durchführt, kann Schwachstellen nicht rechtzeitig erkennen und verstößt gegen die Meldepflicht.

Empfohlener Scan-Rhythmus

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Thorsten Schmitz-Hübsch, Gründer der TSMONDO GmbH und Entwickler von NIS2-Manager und KI-Manager.

Geprüft von Thorsten Schmitz-Hübsch, Gründer der TSMONDO GmbH und Entwickler der NIS2-Manager-Software. Als externer CISO und Informationssicherheitsbeauftragter begleitet er aktuell mehrere Unternehmen bei ihrer NIS2-Umsetzung auf Basis von ISO 27001.