VdS 10100 — schlanker Standard für Informationssicherheit
VdS 10100 ist ein Standard für Informationssicherheit, der auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten ist und einen deutlich geringeren Umfang hat als ISO 27001. Er beschreibt ein Grundniveau an organisatorischen und technischen Maßnahmen und lässt sich prüfen und testieren. Für Unternehmen ohne ISMS-Erfahrung ist er der pragmatische Einstieg.
Aktualisiert am: 19.08.2026
Wann er die richtige Wahl ist
Wenn kein Kunde ein ISO-Zertifikat verlangt, aber Nachweise gebraucht werden — etwa wegen NIS2-Betroffenheit, wegen Lieferantenfragebögen oder wegen einer Cyberversicherung. Der Aufwand liegt deutlich unter dem einer ISO-Einführung, und die Struktur ist so gewählt, dass ein späterer Ausbau in Richtung ISO 27001 möglich bleibt.
Verhältnis zu NIS2
Die Maßnahmengruppen aus § 30 Abs. 2 BSIG lassen sich auf die Anforderungen des Standards abbilden — Risikokonzepte, Vorfallbehandlung, Betriebsaufrechterhaltung, Lieferkette, Cyberhygiene, Kryptografie und Zugriffskontrolle finden sich dort wieder. Die Zuordnung muss dokumentiert sein, sonst nützt sie im Prüffall nichts.
Wo das im Mandat vorkommt
Der NIS2 Manager arbeitet auf dieser Grundlage und bringt Anforderungen, Register und Dokumentvorlagen mit — lokal, ohne Cloud. Wenn Sie den Weg begleitet gehen möchten, finden Sie den Rahmen unter NIS2-Beratung.
Häufige Frage
Ist VdS 10100 ein Ersatz für ISO 27001?
Nein, es ist eine andere Flughöhe. Wo Kunden oder ein Konzern ein international anerkanntes Zertifikat verlangen, führt kein Weg an ISO 27001 vorbei. Wo es um ein belastbares Grundniveau mit vertretbarem Aufwand geht, reicht VdS 10100.