ISB — Informationssicherheitsbeauftragter
Ein ISB (Informationssicherheitsbeauftragter) ist die Rolle, die den operativen Betrieb der Informationssicherheit steuert und unabhängig an die Geschäftsleitung berichtet. Er koordiniert Maßnahmen, pflegt Risiko- und Maßnahmenregister, bereitet Audits vor und führt die Nachweise. Die Verantwortung für Informationssicherheit bleibt bei der Leitung — der ISB macht sie steuerbar.
Aktualisiert am: 19.08.2026
Aufgaben eines ISB
- Risikoanalyse durchführen und fortschreiben
- Richtlinien schreiben, abstimmen und in Kraft setzen lassen
- Maßnahmen mit den Fachbereichen abstimmen und den Fortschritt nachhalten
- Interne Audits vorbereiten und Feststellungen nachverfolgen
- Schulungen und Sensibilisierung planen und dokumentieren
Warum Unabhängigkeit zählt
Ein ISB, der zugleich die IT betreibt, prüft seine eigene Arbeit. Prüfer bemängeln das regelmäßig, und zwar zu Recht: Die Rolle verliert ihren Wert, wenn sie im Zielkonflikt steht. Deshalb ist ein direkter Berichtsweg an die Geschäftsleitung vorgesehen, ohne Umweg über die IT-Leitung. In kleinen Unternehmen löst man das häufig über eine externe Besetzung.
Wo das im Mandat vorkommt
Ich stelle die Rolle extern — mit festem Zeitkontingent, Berichtsweg an die Leitung und Nachweisführung. Den Leistungsumfang finden Sie unter externer CISO und ISB, die Preisstruktur unter Kosten eines externen ISB.
Häufige Frage
Ist ein Informationssicherheitsbeauftragter gesetzlich vorgeschrieben?
Eine namentliche Benennungspflicht wie beim Datenschutzbeauftragten gibt es im BSIG nicht. Gefordert sind Risikomanagement, Maßnahmen und Nachweise. In der Praxis braucht es dafür eine benannte, zuständige Person — sonst bleibt die Aufgabe zwischen IT und Geschäftsleitung liegen.