Glossar · Technik und Prüfung

Single Sign-On — SSO

Single Sign-On (SSO) ist ein Authentisierungsmechanismus, der es Benutzern erlaubt, sich einmalig anzumelden und damit auf mehrere verbundene Anwendungen und Systeme zuzugreifen, ohne sich wiederholt einloggen zu müssen. SSO wird häufig über IAM-Systeme implementiert und ist Standard in modernen Unternehmensumgebungen mit Microsoft 365, Salesforce oder anderen Cloud-Anwendungen.

Aktualisiert am: 25.08.2026

Vorteile von Single Sign-On

SSO und Sicherheitsrisiken

SSO ist ein Segen und ein Risiko zugleich. Der Segen: Ein starkes Passwort oder MFA schützt alle verbundenen Systeme. Das Risiko: Wenn ein SSO-Konto kompromittiert ist, hat ein Angreifer Zugang zu allem. Deshalb ist MFA bei SSO nicht optional, sondern obligatorisch und ein Standard in modernen Unternehmensrichtlinien. Und die SSO-Infrastruktur selbst muss gehärtet und kontinuierlich überwacht werden.

SSO-Protokolle und Standards

SSO wird meist über zwei Standards implementiert: SAML 2.0 und OAuth 2.0. SAML war lange der Standard für unternehmensweite SSO und wird bei Microsoft 365, Salesforce und vielen Cloud-Apps unterstützt. OAuth 2.0 ist moderner und wird für Mobile-Apps und moderne Web-Anwendungen bevorzugt. Manche Systeme unterstützen beide. Wichtig ist, dass Sie verstehen, welchen Standard Ihre SSO-Infrastruktur nutzt, um Sicherheits-Updates und neue Features richtig zu planen und die Kompatibilität mit neuen Anwendungen sicherzustellen.

Wo das im Mandat vorkommt

Ich konfiguriere und sichere SSO-Systeme in IT-Sicherheitsberatung und implementiere MFA als Standardschutz.

Häufige Frage

Ist Single Sign-On sicher?

SSO ist sicher, wenn es richtig konfiguriert ist und MFA aktiviert ist. Ohne MFA ist jedes Passwort-Risiko multipliziert, weil ein Angreifer dann Zugang zu allen verbundenen Systemen hat. Mit MFA und zentraler Überwachung ist SSO sogar sicherer als viele lokale Authentisierungen.

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