Glossar · Audit und Zertifizierung

Rezertifizierung

Die Rezertifizierung ist das Audit am Ende eines Zertifizierungszyklus, mit dem ein bestehendes Zertifikat für den nächsten Zyklus erneuert wird. Sie betrachtet das gesamte Managementsystem und zusätzlich seine Entwicklung über den abgelaufenen Zyklus: Hat es auf Veränderungen reagiert, wurden Feststellungen wirksam abgestellt, ist es besser geworden.

Aktualisiert am: 19.08.2026

Der Zyklus in der Praxis

Üblich sind drei Jahre: Zertifizierung, zwei Überwachungsaudits, Rezertifizierung. Der Termin sollte so gelegt werden, dass die Entscheidung vor Ablauf des Zertifikats vorliegt — sonst entsteht eine Lücke, die Kunden in Lieferantenfragebögen bemerken.

Was Prüfer im dritten Jahr besonders ansehen

Die Verbesserungsfähigkeit. Ein System, das drei Jahre lang identische Dokumente vorlegt, hat entweder nichts erlebt oder nichts gelernt. Gefragt sind Belege für Anpassungen: neue Risiken, veränderte Dienstleister, aufgearbeitete Vorfälle, überarbeitete Richtlinien.

Wo das im Mandat vorkommt

Die Vorbereitung der Rezertifizierung inklusive Lückenanalyse und Nachweisdurchsicht läuft über die ISO-27001-Beratung. Im laufenden Mandat als externer CISO ist sie Teil des Jahresplans.

Häufige Frage

Was passiert, wenn das Zertifikat abläuft?

Es verliert seine Gültigkeit und muss neu erlangt werden — mit vollem Zertifizierungsaudit statt Rezertifizierung. Deshalb wird der Termin üblicherweise einige Monate vor Ablauf gelegt.

Verwandte Begriffe

← Zurück zur Glossar-Übersicht